– free forms / just music –

Do 15.06.2017

beginn: 19:30

dj´ing : ab cirka 23.00 uhr

 

die FREIE FORM bedeutet direkte kommunikation, intensive gegenseitige aufmerksamkeit und akzeptanz; sie basiert auf der offenheit und der bereitschaft der künstlerinnen aufeinander zuzugehen, meinungen innerhalb des prozesses auszutauschen und auch zu ändern; der permanente versuch konstruktiv und kreativ in einen dialog zu treten, zu kommunizieren. eine kommunikation zwischen einzelpersonen, die sich ihrer selbst und der anderen, des ablaufenden prozesses, bewußt sind. dieses kreative musizieren impliziert umfassende selbstreflexion und passiert im rahmen eines kollektiv- hierarchiefreien diskurses.

 ein kollektiv ohne dirigat, wobei dann und wann ein/e künstlerin auch einmal eine idee in den mittelpunkt stellt und direktive impulse setzt. 

da es sich bei beteiligten künstlerinnen um virtuose musikerinnen handelt, wird ein tiefgreifender und mehrschichtiger diskurs möglich. ein kreative interaktion, die weit über das musikalische hinaus geht. diese art des musizieren zieht künstlerinnen in den bann, welche sich in den verschiedensten genres (jazz, rock, klassik, reggae, underground, worldmusic, blues, free jazz etc…) zu hause fühlen. aus diesem füllhorn der weltmusik bringen sie ihr knowhow undogmatisch in die FREIE FORM ein.

                die kreative aktion steht in direktem zusammenhang mit der lebensweise und lebensphilophie der teilnehmerinnen. umfassender spaß innerhalb einer umfassenden, tiefstgehenden ernsthaftigkeit. DAS ALLES IST DIALOG!!!

 
 ========= bildend =========

Heinz Gohlke, Malerei

 ========= tanzend =========


Katharina Ruf, tanz 

 ========= musizierend =========

Igor Gross, vibes

Chiau-Hua Chang, erhu

Erich Schachtner, guit

Emil Gross, drums

Villy Paraskevopoulos, piano 

Elisa Ulian, vocs

Irene Kepl, violine 

Gerhard Buchegger, piano 

Sylvia Bruckner, piano 


Elisabeth Kelvin, sax

Angelina Ertel, altquerflöte

David Karla, sax 

Yedda Lin, piano 

Crashkurs Freie Formen

ein philosophisch exemplarischer Exkurs über Free Forms und deren Philosophie. Ein Text von Udo Preis und Elias Gross.

 

FREE FORMS

war, ist und wird sein

 

jeder "act" der künstlerinnen der FREIEN FORM ist ein konzert, eine manifestation ihrer kreativität, ihres künstlerischen daseins, ihrer kunst, ihres umfassenden musikalischen/tänzerischen  know hows und auch ihres lebensstils; ihrer lebensphilosophie.

die tatsachen sind, dass sich seit den 60er jahren eine eigene richtung des musizierens entwickelte; direkt in verbindung damit stehen musiker wie derek bailey, paul rutherford, paul rogers, paul dunmall, matthias schubert, tristan honsinger, herb robertson, maggie nichols, axel dörner, paul lovens, oder auch evan parker, phil minton, alexander v. schlippenbach und noch einige mehr. ein musik“stil“ der sich zusehends von allen arten des jazz/ freejazz/ neue improvisationsmusik/ fluxusbewegung/ soundpainting entfernte.

eine art des musizieren, welche nicht klar und deutlich einordenbar ist, so vielfältig wie die zahl der musikerinnen, die sich auf grund ihrer umfassenden musikalischen kenntnisse und ob ihrer virtuosität in diesen komplexen dialog hineinbegeben können und vorallem wollen.

 

hier links zu hörbeispielen mit einigen „alten“ und „jungen“ frei spielenden/singenden musikerinnen und musikern:
tristan honsinger, nina de heney, paul rogers, tijana stankovic, herb robertson, matthias boss, jean michel van schouwburg, hillary jefrey, thollem mcdonas, paul dumall, matthias schubert, joshua zubot, emil gross, claudia cervenca, igor gross, sylvia bruckner, marcello magliochi, marton palatiszky

 

die FORMEN des „freien spiels, tanzes, denkens, malens ...“ gibt es seit anbeginn der kreativiät der menschen. in den letzten jahrzehnten gab es einige grundlegende änderungen. beeinflußt durch die radikalen politischen entwicklungen während der letzten 200 jahre, die damit verbundene auflösung von institutionen, durch das bewußt werden unseres unbewußten (freud, reich ...), durch die globalisierung und das wissen um der transzendenten formen hier im westen (das allgemeine wissen um das chinesische chi, des indischen prana, des orgon und so weiter ... et cetera), veränderte sich auch die rolle der künsterlinnen und künstler und alles was dazu gehört. es würde zu weit führen all das an dieser stelle zu durchleuchten, aber FAKTUM IST:
 

DAS FREIE SPIEL,

DIE KOMPLEXITÄT DES KÜNSTLERISCHEN DIALOGES,

DIE MÖGLICHKEIT DER KREATIVEN SICH AN DIE VIELFÄLTIGSTEN SCHNITTPUNKTE DER GESELLSCHAFT ZU BEGEBEN,

UM DIE KNOTEN AUFZUDRÖSELN UND SIE BEWUSST ZU MACHEN,

HAT SICH GRUNDLEGEND GEÄNDERT,

WURDE VIELDIMENSIONAL

KOMPLEXER, GANZHEITLICHER!!

und dass alles

EXAKT

ENTGEGENSETZT DER DERZEITIGEN

BEWEGUNGS-RICHTUNG KONSUMORIENTIERTER

EINDIMENSIONALITÄT.

MONO – KULTUR!!!